Ein Porträt der FDM GmbH

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Posted in: , on 23. Dec. 2008 - 18:06

Ein Porträt der FDM GmbH

(Fördern, Dosieren, Mischen)

In der Kunststoffverarbeitung bildet die reibungslose Materialzuführung neben der Qualität der eingesetzten Werkstoffe eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein hochwertiges Endprodukt und einen störungsfreien Produktionsprozess. Bei Materialhandlingsystemen, die die kontinuierliche Versorgung ihrer Verarbeitungsmaschinen mit jeder Art von polymerem Granulat, Mahlgut und Zuschlagstoffen sicherstellen sollen, setzen die Unternehmen der Branche daher ganz auf die Erfahrung und die Serviceleistungen eines Spezialisten: der FDM GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Königswinter. Im Jahr 2003 gegründet, mit heute bereits 22 Beschäftigten, bietet der Anlagenentwickler weltweit Kombinationen von Förderanlagen, Misch- und Dosiergeräten für alle Arten von Kunststoff- sowie deren Recyclingwerkstoffen aus einer Hand an. Besonders Stolz ist man auf die Elektroniksteuerungen mit der entsprechenden Software, die im eigenen Haus speziell nach Kundenwunsch sowie projektspezifisch erarbeitet werden. Des weiteren hat man Silos, Trockner und PET-Kristallisiersysteme im Lieferprogramm, auch einige PVC-Projekte mit Mischerbeschickungen wurden weltweit mit Erfolg realisiert.

Der komplett aus der Belegschaft der ehemaligen Vollmar Anlagentechnik hervorgegangene Mitarbeiterstab bei FDM besitzt nicht nur ein ausgeprägtes Know-how in der Dosier- und Mischtechnik, sondern das aus acht Anlagentechnikern und vier Softwarespezialisten bestehende Entwicklungs-Team hat auch die nötige Expertise für Planung und Bau kompletter Förder-, Verwiege- und Lagersysteme. Ein Beweis für das Vertrauen, das dem sehr erfahrenen „Newcomer“ vonseiten der Branche entgegengebracht wird, sind die innerhalb von nur vier Jahren aus Königswinter gelieferten 90 gravimetrischen Dosiersysteme und etwa 30 Kilometer an Förderleitungen samt aufwendigen Steuerungen.

Projekte aus einer Hand

Im Einzelnen blicken Firmengründer und Geschäftsführer Hartmut Vollmar sowie Guido Faust als weiterer Geschäftsführer auf einige sehr erfolgreiche Projekte zurück, bei denen das Unternehmen die Gesamtverantwortung für die Einrichtung der Materialhandlingsysteme übernommen hatte. Von der Planung der Anlagenkonfiguration über die Softwareentwicklung bis hin zur erfolgreichen „Turn Key“ Installation waren die Königswinterer federführend. „Für einige 7-Schicht-Coextrusionsanlagen zur Herstellung von Barrierefolien für Wurstverpackungen haben wir das gravimetrische Dosiersystem mit zentralem Fördersystem neu konzipiert und geliefert“, berichtet Vollmar von einem exemplarischen Auftrag. Besonders aber, so der Firmenchef weiter, habe sich FDM einen Namen auf dem Feld schwieriger Werkstoffe wie PET-Mahlgut gemacht. Bei der Einrichtung einer neuen Linie zum Recycling gebrauchter PET-Flaschen beispielsweise standen die Techniker des Unternehmens dem Kunden daher schon in einer sehr frühen Planungsphase mit Rat und Tat zur Seite. „Für die unterschiedlichen Produktionsabschnitte beim Verarbeiter haben wir sowohl Druck- als auch Saugfördersysteme installiert. Als Steuerung wählten wir den bewährten Siemensbaustein S7, als Kommunikationsmodul für die einzelnen Anlagenteile verwendeten wir einen Profibus.“ Entscheidend aber war nach den Worten Vollmars in diesem Abschnitt des Projekts: Die gesamte Software wurde im eigenen Haus in Königswinter erstellt, optimiert und getestet.

Komplette Systeme und viele Details

Für die Fertigung der Förder-, Dosier- und Mischsysteme greift der Maschinenbauer zu etwa 70 Prozent auf Zukaufteile zurück. Die restlichen 30 Prozent entstehen in Eigenproduktion. Der Zusammenbau von Komponenten, der Bau von Steuerungsanlagen sowie die Entwicklung und Programmierung der jeweiligen Software zählt zu den Kernkompetenzen von FDM. Vollmar: „Auch bei komplexen Problemen sind wir in der Lage, mit innovativen Konzepten kostengünstige Lösungen anzubieten.“ Auf diese Weise entstehen am Standort Königswinter nicht nur preiswerte volumetrische Dosierlösungen für geringere Granulatdurchsätze oder Systeme für die gravimetrische Dosierung von fließenden Schüttgütern, sondern auch hochkomplexe Dosierungen für bis zu 12 Komponenten. Ausgefeilte technische Feinheiten wie Antriebe mittels Servomotoren mit CAN- oder Profibus-Ansteuerung, digitale Messwertaufnehmer, automatische Schneckengrößenerkennung oder Schneckenhülsenarretierungen sind bei FDM eine Selbstverständlichkeit. Genauso wie die Tatsache, dass die in Königswinter entwickelten Saug-, Druck- und Vakuumfördersysteme (mit Durchsatzkapazitäten von 1 bis 20.000 kg/h) sämtlich vollautomatisch arbeiten. Sendegefäße mit oder ohne wechselbare Filter, modulares Design der Gehäuse oder eine Schnellverriegelung für die rasche Reinigung sind nur einige der Details, die beim Kunststoffverarbeiter letztlich für problemlose Abläufe sorgen.

Steuerung ist alles

Die Kunden sehen das Ergebnis nicht nur in einer konstant homogenen Mischung der verschiedenen Materialkomponenten oder besseren mechanischen und optischen Eigenschaften beim Endprodukt. Speziell das Know-how von FDM in der Prozesskontrolle kommt ihnen direkt und spürbar zugute. Das automatische Zusammenspiel von Fördersystemen auf der einen und Dosier- und Mischsystemen auf der anderen Seite ergibt die erforderliche Prozesssicherheit. Ferner eröffnet die Möglichkeit der Dokumentation und Speicherung von Rezepturen sowie die Kontrolle und das Festhalten sämtlicher Produktionsparameter in gängigen Datenbanksystemen die Hoheit über den Prozess. Dabei sind Durchsatz-, Foliendickenprofil- oder die komplette Extruderregelung nur einige der wesentlichen Punkte, die Anwender auf der Habenseite verbuchen können. „Mit diesem Produktspektrum bieten wir unseren Kunden eine gute Mischung im doppelten Wortsinn. Sie können sicher sein, dass ihre Anlagen und Systeme über Jahre hinweg im Dauerbetrieb gute und reproduzierbare Qualität liefern“, fasst Vollmar an dieser Stelle zusammen.

Kunden- und Produktbetreuung

Eine Darstellung der Angebotspalette des Spezialisten für die Förder-, Dosier- und Mischtechnik wäre nicht vollständig ohne den After-Sales-Service, den das Unternehmen für seine Kunden bereithält. Betreuung rund um die Uhr ist dabei für FDM das höchste Gebot! Fernwartung sowie Fehlerbeseitigung vor Ort werden von Königswinter aus ad hoc erledigt. Nicht nur, dass die FDM-Techniker bei Schwierigkeiten selbst für Betreiber von Fremd- oder seit 25 Jahren laufenden Anlagen ein offenes Ohr und eine Problemlösung parat haben. Auch und vor allem neue Geschäftspartner werden nach einem Verkaufsabschluss weiter permanent betreut. Für die Weiterentwicklung von Anlagen, um neuen Produkt- und Markterfordernissen schnell und flexibel gerecht werden zu können, steht das Service- und Vertriebsteam von FDM mit den Kunden ständig in Kontakt.

Erfolgreich im PET-Recyclingmarkt

In die Reihe der „little helper“ gehören schließlich auch die von FDM angebotenen PET-Kristallisatoren: Die als Festbett-Kristallisatoren konzipierten Geräte führen PET-Materialien auf schonende und energiesparende Weise vom amorphen in den kristallinen Zustand über. Dadurch wird ein Agglomerieren des Werkstoffs beim Trocknungsprozess verhindert und das Handling des Materials wesentlich erleichtert. Die Kristallisatoren sind sowohl für Granulat als auch für Flaschen- und Folienmahlgut einsetzbar. FDM ist mittlerweile zu einem der weltweit führenden Geräte- und Anlagenanbieter im PET-Recyclingmarkt aufgestiegen. Insgesamt wurden bis heute mehr als 20 Kristallisationsprojekte mit einem Durchsatz zwischen 50 und 2.500 kg/h realisiert.

Internationale Perspektiven

Zu den Abnehmern von FDM zählen eine Reihe namhafter internationaler Unternehmen der Kunststoffindustrie. Bereits rund 50 Prozent der Produktion gehen in den Export, unter anderem nach Polen, Spanien, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Kroatien und in die Beneluxstaaten, aber auch nach Asien, Australien, Südamerika sowie die verschiedenen Länder des Nahen Ostens.

Neue Absatzgebiete sieht die Firmenleitung vor allem in Osteuropa. Sobald der eingeleitete globale Ausbau des Vertriebsnetzes abgeschlossen sein wird, werden sich dem Anlagenbauer schnell weitere Märkte öffnen. Denn auch bei der Diversifizierung des Kundenkreises gilt für die Entscheider bei FDM: Die richtige Mischung macht’s!

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://edir.bulk-online.com/profile...chtechnik-.htm

http://www.google.com/search?client=...UTF-8&oe=UTF-8

Bild 1: Die FDM-Geschäftsführer Hartmut Vollmar (li.) und Guido Faust

copyright: FDM GmbH, Königswinter, 2008

Bild 2: Der innovative kreisförmige Grundaufbau der GDS-

Dosieraggregate lässt in vielerlei Hinsicht keine Wünsche offen

Bild 3: Damit sich auch alles regeln lässt, setzt FDM auf die flexible

und vielseitig einsetzbare Steuerung “Simatic S7“ von Siemens

Bild 4: Kristallisations- und Kühlanlage (4.500 l)

für PET-Granulat von FDM

Bild 5: Reger internationaler Besucherandrang auf der FDM-Hausmesse in Königswinter während der K 2007

copyright: FDM GmbH, Königswinter, 2008

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